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Schreckliche Verbrechen Führung mit Guide Ben

Die Liebe zu Wien ist grenzenlos!

Von meiner Herkunft, Kultur und – ganz besonders offensichtlich – Sprache her bin ich eigentlich kein Wiener. Wien – das war in meiner Kindheit der Ort, wo Oma und Opa lebten. Jeden Sommer fuhren wir dort hin. Eine lange Reise vom fernen Saarbrücken aus, aber ich machte sie gerne mit, denn Wien, das bedeutete – neben einem Wiedersehen mit lieben Verwandten natürlich – eine Welt von Möglichkeiten. Prater, Naturhistorisches Museum, Technisches Museum – all die Dinge, die einen kleinen Jungen an Wien begeisterten.

Erst am Ende der Schule bin ich dann permanent mit einem Teil der Familie nach Wien gezogen. Was die Umstellung so leicht machte, war die Eigenschaft, die ich immer noch am meisten an dieser Stadt liebe: Sie bietet alle Annehmlichkeiten einer Metropole, aber die Atmosphäre ist so entspannt wie in einer viel kleineren Stadt.

Gekannt und geschätzt habe ich diese Stadt also schon immer, aber verliebt habe ich mich in sie, als ich mich in die Hintergründe und die Bedeutung ihrer Denkmäler und Gebäude vertieft habe. Uralt ist sie, und fast jedes ihrer Häuser steht auf den Resten noch älterer Gesichter Wiens. Generationen haben hier gelebt, sie wurde zerstört, abgerissen, wiederaufgebaut, erweitert.

Nun haben einige Städte eine alte und faszinierende Geschichte, aber Wien verbindet das mit einer Moderne, die mehr bietet als alle anderen: Mit dem Bus oder der Bahn kommt man hier so schnell an sein Ziel wie in kaum einer anderen Stadt – und das auch noch recht billig. Parks, Gärten und Wasserflächen sind nie weit weg. Und – ganz besonders wichtig für mich – die Küche ist eine der besten der Welt!

Lieblingsorte gibt es für mich in Wien so viele, dass ich sie kaum alle aufzählen kann. Das reicht vom Dehnepark, einem wunderschönen Waldstück auf einem steilen Hügel im Westen Wiens über den zu Recht in der ganzen Stadt berühmten Innenhof des Museumsquartiers bis zu den vielen Strandbädern an der Alten Donau.

Ein weiterer Höhepunkt ist das unglaubliche Angebot an Museen – besonders empfehle ich hier die Lange Nacht der Museen jedes Jahr im frühen Oktober. Die Großen natürlich, wie das Kunsthistorische Museum und das Belvedere, aber auch viele kleine, zu allen möglichen Themen, manche nur wenige Räume groß. Gerade diese kleinen, oft liebevoll zusammengestellten Sammlungen sind oft einen Besuch wert, weil dabei die Begeisterung überspringt und man plötzlich Interesse entwickelt, wo man es nicht erwartet hätte.

Das Essen in Wien ist gut, und damit meine ich nicht nur die traditionellen Wiener Restaurants. Die Liebe der Wiener zu gutem Essen bedeutet, dass auch sonst gut gekocht wird. Das Bier ist gut, der Wein hervorragend; er wird zu Recht in vielen Liedern besungen.

Man kann hier gut leben, man kann hier gut arbeiten, und man kann hier natürlich auch sehr gut Urlaub machen. Und wenn man, wie ich, von dieser Stadt fasziniert ist, dann kann man über jeden einzelnen Teil von ihr mehr herausfinden und eintauchen in die Welt der Wiener heute, aber auch vor 100, 500 oder gar 1000 Jahren. Es gibt hier immer etwas zu entdecken.

Die Liebe zu Wien ist grenzenlos by Benjamin Huber!